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Jugendstudie 2018: So steht die Jugend zur Altersvorsorge

Wie stehen Jugendliche und junge Erwachsene finanziell da? Wie schätzen sie ihre Lage ein und wofür sparen sie? Welchen Stellenwert hat die Altersvorsorge in dieser Altersgruppe? Diesen Fragen wollte die Jugendstudie auf den Grund gehen.

Die Jugendstudie wird alle drei Jahre durch das Marktforschungs-Institut GfK SE im Auftrag des Bundesverband deutsche Banken e. V. durchgeführt. Für die Jugendstudie 2018 wurden 650 deutschsprachige Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14 bis 24 Jahren telefonisch befragt. In diesem Jahr wurde die Studie bereits zum sechsten Mal durchgeführt.

Zufriedenheit nimmt ab

Eine überwiegende Mehrheit der Befragten hat ausreichend finanzielle Mittel und kommt damit gut zurecht. Dennoch hat die Zufriedenheit (Lebenszufriedenheit und Zukunftsoptimismus) insgesamt in der Zielgruppe abgenommen – um 5 bis 8 Prozentpunkte im Vergleich zu 2015. Woran der Rückgang liegt, können sich die Studienautoren nicht erklären, denn die Situation der Jugendlichen hat sich insgesamt verbessert – so zum Beispiel durch die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Auch die Selbsteinschätzung der eigenen wirtschaftlichen Lage wurde 2018 schlechter eingeschätzt: Die eigene wirtschaftliche Lage schätzen nur noch knapp 50 Prozent als gut ein, die ihrer Eltern knapp 60 Prozent. Vor drei Jahren lagen beide Werte um jeweils 13 Prozentpunkte höher.

So viel Geld steht den Jugendlichen und jungen Erwachsenen zur Verfügung

Trotz der eher negativen Angaben zur Zufriedenheit und der wirtschaftlichen Lage steht den Jugendlichen und jungen Erwachsenen deutlich mehr Geld zur Verfügung als noch vor drei Jahren. Im Vergleich zur Befragung in 2015 ist es rund ein Fünftel mehr. Im Schnitt stehen der Zielgruppe 731 Euro monatlich zur Verfügung. Ganz konkret bedeutet das: 222 Euro für Schüler (Plus von vier Fünftel), 952 Euro für Auszubildende (Plus von einem Drittel), 729 Euro für Studenten (Plus von knapp einem Drittel) und 1.739 Euro für Berufstätige (Plus von rund einem Sechstel).

Die Sparziele: Altersvorsorge holt auf

Die befragten Jugendlichen und jungen Erwachsenen gaben an, regelmäßig zu sparen. Das erste Sparziel sind dabei größere Anschaffungen. Für das Konsumsparen legen die Befragten rund ein Viertel des ihnen zur Verfügung stehenden Geldes monatlich beiseite. Das sind dann durchschnittlich 83 Euro in der Altersgruppe der 14- bis 17-Jährigen, 239 Euro bei den 18- bis 20-Jährigen und 216 Euro bei den 21- bis 24-Jährigen. Jeder Achte legt kein Geld regelmäßig zurück, die überwiegende Mehrheit legt aber immerhin unregelmäßig Geld zurück. Die Altersvorsorge spielt beim Sparen eine immer größer werdende Rolle. In der Jugendstudie 2018 gab jeder 20. Befragte an, fürs Alter zu sparen. Damit hat sich der Wert im Vergleich zur letzten Erhebung fast verdoppelt.

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